(23.01 2020, 10:36)Quattrovic schrieb: [ -> ] (23.01 2020, 10:29)Boeschner schrieb: [ -> ] (23.01 2020, 10:20)Quattrovic schrieb: [ -> ]Es geht doch nicht um "Hammer" verpasst, oder dünne Argumente. Wenn ich Charakter und Anstand habe (ich meine alle Spieler) erspar ich mir jeglichen öffentlichen Kommentar gegen meinen Trainer. Ihm ist doch bewußt, daß die Presse auch wenn es nur eine pillepalle Aussage war dies Ausschlachten wird. (Alleine sein Kommentar damals "kein Kommentar" hat doch ne riesen Welle geschlagen. Somit entsteht Unruhe in der Mannschaft, und du spaltest die Mannschaft in 2 Lager. Kovac´s Aussage geht genauso wenig - aber auch er hat dies meiner Meinung nach bewust gemacht, sowohl Notnagel als auch die Fans - er wußte doch was das für ne Welle schlagen wird.
Warum sollte ich als Fan solchen Spielern Respekt erweisen, wenn Sie selber keinen Respekt haben?
Als Führungsspieler habe ich andere möglichkeiten solche Probleme zu klären, und wenn ich eben zu Uli heulend hingehe.
Hat er überhaupt schonmal was direkt gegen den Trainer gesagt?
Auslegungssache.
Ich möchte es jetzt aber hier nicht nur auf eine Person reduzieren, sondern auf alle.
Ich glaube, das ist eine sehr zweischneidige Geschichte. Und gerade hier hat es eben in der Vergangenheit erhebliche Dissonanzen gegeben.
Und gerade um beim Beispiel Führungsspieler zu bleiben - die gleichen abwertenden Sprüche über seine Spieler hat Kovac ja auch bei der kroatischen NM gemacht. Und da sind die Führungsspieler geschlossen zum Verband und haben dem Verband klar gesagt - entweder der oder wir. Und dann war der Nationaltrainer Geschichte.
Laut den Medien gab es ja so etwas ähnliches angeblich auch bei Ancelotti. Und als sich nach vier Monaten Kovac wieder das Chaos andeutete - gab es ein Machtwort von der Vereinsführung an die Spieler.
Die Frage ist aber - warum? Nicht weil man von Kovac derart überzeugt war. Sondern weil man sich nicht von den Medien sagen lassen wollte, dass schon wieder die Spieler über den Trainer entscheiden. Also wurde Kovac wider besseres Wissen gehalten.
Und das Draufhauen auf die Spieler ging fröhlich weiter.
Man musste sich doch nur die diversen PK ansehen. War man erfolgreich, wurde von WIR gesprochen, gab es Punktverluste hieß es - die Spieler. Wir haben den Spieler alles an die Hand gegeben, sie müssen es nur umsetzen, etc.
Und irgendwann ist dann eben der Punkt erreicht, wo vor allem die Führungsspieler eben nicht mehr bereit sind, permanent den Deppen zu geben. Um Präsidenten brauchen sie auch nicht gehen, weil der ja bis aufs Blut verteidigt.
Und dann ist das Verhältnis eben irgendwann so kaputt, das es eben nicht mehr zu reparieren ist.
Das Interessante ist doch, dass das immer bei ganz bestimmten Trainertypen passiert - und bei anderen nicht.
Ein Hitzfeld, ein Guardiola, ein Heynckes und selbst der Dickschädel van Gaal sprachen bei Niederlagen oder Punktverlusten immer von WIR. WIR haben.... Und auch der sicher nicht einfache Guardiola war sich nicht zu schade, bei einer Niederlage die Schuld bei sich zu suchen.
Und da haben Spieler ein sehr feines Gespür. Wenn sie feststellen, dass sich der Trainer die Erfolge gutschreibt und sie immer die Schuldigen bei den Punktverlusten sind, dann geht das auf Dauer nicht gut aus.
Konnte man ja in der letzten Saison z.B. bei S04 feststellen, wo ein Tedesco einen Personalwechsel damit begründet, dass er im nächsten Spiel nun die aufstellt, die über die notwendige Charakterstärke verfügen.
Den muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - der Trainer unterstellt einigen seiner Spieler die mangelnde Charakterfestigkeit. Das ist eine Bankrotterklärung!