Aus der SZ:
Der FC Parma ist faktisch pleite
Innerhalb von zwei Monaten wurde der Klub zweimal verkauft, in
acht Wochen lösten sich fünf Präsidenten ab. Am Dienstag, um
Mitternacht, verstrich auch die letzte Frist zur Zahlung der Gehälter.
Nun ist der FC Parma faktisch pleite, mit 100
Millionen Euro Schulden und einem Präsidenten, dessen in Slowenien
ansässiges "Dienstleistungsunternehmen" ein Stammkapital von 7500
Euro aufweist. "Das Geld ist unterwegs", beteuerte Giampietro Manenti
noch am späten Montagabend. Auslandsüberweisungen dauerten halt ihre
Zeit, Belege habe er leider keine. Die ersten Klub-Autos ließ der
Staatsanwalt schon pfänden, und das Tabellenschlusslicht kassiert wohl
weitere Strafpunkte.
Die Zweitklassigkeit ist eh schon besiegelt. Doch mit der Pleite
kommt der Absturz in die Amateurliga, und es ist nicht unwahrscheinlich,
dass Präsident Manenti genau darauf spekuliert: Für den symbolischen
Preis von einem Euro einen Traditionsklub aus einer der reichsten
italienischen Provinzstädte zu übernehmen, mit ihm hinabzusteigen ins
Unterholz - und sich dann aufhelfen zu lassen.
http://www.sueddeutsche.de/sport/parmas-...-1.2357016