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Die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins
#1
Da die Frage der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins in letzter Zeit immer wieder mal zur Sprache kam (Pep, Verletzungen Boateng/Martinez, weiterer IV ja/nein), will ich das Thema mal gesondert öffnen. Ausgangspunkt ist für mich ein mMn hervoragender Kommentar unter einem Artikel bei miasanrot. Ein User schrieb dort:
"Ich glaube, dass die Öffentlichkeitsarbeit im Marketingsinne bei uns ausgezeichnet funktioniert.
Was dagegen deutlich abfällt ist so etwas wie strategische Unternehmenskommunikation. Wie ich schon mal schrieb, die Kunst des Agenda-Settings ist in diesem Verein ziemlich verkümmert.
Darunter verstehe ich unter anderem auch der Medienmeute regelmäßig ihre Knochen hinzuwerfen an denen sie sich dann abarbeiten können. Wenn ich nur daran denke wie die Vertragsverlängerungen vor Weihnachten geradezu lieblos verramscht wurden.
Liefere ich der Meute kein Futter, dann besorgen sie es sich eben selber. Dann findet (oder sollte man besser sagen erfindet?) man eben ominöse Maulwürfe die über schlechte Stimmungen orakeln. Was immer das auch bedeuten mag.
Ein Uli Hoeneß übrigens wußte auf diesem Klavier vorzüglich und bewußt zu spielen."

Ds ist im Kern mein Kritikpunkt zur derzeitigen Lage. Der FC Bayern ist sehr gut vernetzt und hat ein Händchen fürs Marketing. Was Hörwick und Co aber nicht gut genug machen, ist das, was der User als "strategische Unternehmenskommunikation" und "Agenda-Setting" bezeichnet. Hier rennen wir (zu) oft hinterher. Das fängt auf der Webseite an, erstreckt sich über die Twitter/Facebook-Aktivitäten bis hin zu den PKs.

Seht ihr das auch so? Wenn ja, was kann man ändern?
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#2
Sinnvoller Beitrag.

Ich habe vorhin erst auch daran gedacht, nachdem ich gelesen habe, dass Rummenigge sagt Martínez sei in 4 Wochen wieder auf dem Platz. Allerdings nicht auf die Art und Weise wie du.

Als ich das las ist mir nämlich aufgefallen, dass ich Rummenigge mittlerweile kein Wort mehr glaube. Ich kann die vielen Unwahrheiten von ihm nicht, die zu meinem Bild führten, nicht alle benennen, dafür läuft sowas zu unterbewusst ab. Aber mir kommt direkt seine Behauptung in den Sinn man würde keinen Boatengersatz verpflichten nur um ein paar Stunden später Tasci zu präsentieren.

Mich ärgert das massiv. Ich bin der letzte der fordert, dass alles offen gelegt werden muss. Aber Rummenigges Geschwafel, dass sich ein paar Stunden später schon als Unwahrheit herausstellt geht mir einfach unheimlich auf die Nerven.

Ich trage mir Martínez in den Kalender ein. Ich würde wetten, dass er mindestens 6, eher 8 Wochen ausfällt.
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#3
Da kann ich mich anschließend.
Gerade zur heutigen Zeit, wo das Internet fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist, ist unsere Website und die anderen Internetaktivitäten (meiner Meinung nach) nicht so prickelnd.
Schaut man sich beispielsweise die Websiten anderer Vereine an, so sehe ich bei uns nachholbedarf. Ich selbst hatte vor kurzem Schwierigkeiten eine richtige e-mail Adresse zu finden -> Kontakt fehlt....Man sollte sich daher mal ernsthaft zusammensetzen und sich Gedanken über die schon erwähnten Punkte machen
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#4
http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2016/02/serdar-tasci-beim-fc-bayern-erste-pressekonferenz-mit-matthias-sammer

Sollen Pressekonferenzen wie diese heute also jeden Tag stattfinden? Ich weiß nicht... Huh
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#5
@StepMuc: Ganz richtig. Die Integrität des Vermeldeten zählt für mich auch zu den Problemen. Mir geht es da ganz ähnlich, dass ich gerade bei KHR eigentlich immer auf Durchzug schalte.

@Tim: die Webseiten anderer großer europäischer Vereine sind zum Teil deutlich besser und auch professioneller. Das kann eigentlich nicht sein. Was mich am Samstag geärgert hat: das Gerücht um den Martinez-Ausfall ist in der Welt, überall Spekulationen, auf Twitter wird aber von Vereinsseite irgendwas verlautbart. Das wirkte auf mich auch unglücklich. Z.T. sind es auch nur solche Kleinigkeiten, wie Du es geschildert hast.

@hansk: so etwas sollte eben nicht sein. Da sollte der Verein den Nachrichtenfluss proaktiv steuern. Es geht gar nicht so sehr um die Fälle, in denen wirklich etwas negatives passiert, sondern um "Erfindungsprävention". Die gängigen Kanäle müssen eben den Eindruck haben, dass der Verein adäquat informiert.

Generell: Ich bin auch nicht dafür, dass alles offengelegt wird. Vieles ist aber zu oft rein reaktiv, zu oft falsch oder nur halbrichtig und zu selten setzt man die Themen selbst. Das kann man als Gelassenheit sehen, hilft im aktuellen Mediensystem aber nicht weiter.
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#6
Wie bitte soll man den Nachrichtenfluss proaktiv steuern, wenn halb Deutschland nur geil ist auf negative Schlagzeilen, v.a. wenn es um unseren FCB geht. Bei solchen Meldungen kannst du nicht vorher in die Offensive gehen und eine Art Gegendarstellung schon vor dem Erscheinen der Nachricht veröffentlichen. Durch die Glaskugel kann ich die Spieler bzw. deren Verhalten nun wirklich nicht beobachten. Proaktiv, da geb ich dir schon recht, ist das leider eher weniger bei uns, seitdem UH nicht mehr an vorderster Front steht.
Ich will damit eigentlich nur sagen, dass Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit in sehr vielen Fällen ein Drahtseilakt ist, wenn man da kein ausgewiesener Medienfuchs ist.

Gruß
Hans K.
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#7
(03.02 2016, 18:16)hansk30 schrieb:  Wie bitte soll man den Nachrichtenfluss proaktiv steuern, wenn halb Deutschland nur geil ist auf negative Schlagzeilen, v.a. wenn es um unseren FCB geht. Bei solchen Meldungen kannst du nicht vorher in die Offensive gehen und eine Art Gegendarstellung schon vor dem Erscheinen der Nachricht veröffentlichen. Durch die Glaskugel kann ich die Spieler bzw. deren Verhalten nun wirklich nicht beobachten. Proaktiv, da geb ich dir schon recht, ist das leider eher weniger bei uns, seitdem UH nicht mehr an vorderster Front steht.
Ich will damit eigentlich nur sagen, dass Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit in sehr vielen Fällen ein Drahtseilakt ist, wenn man da kein ausgewiesener Medienfuchs ist.

Gruß
Hans K.

Glaub, du verstehst ihn falsch. Bayern soll natürlich nicht proaktiv auf erfundene Skandale reagieren.
Sie sollen eher immer mal wieder was interessantes streuen, damit die Medien was zu erzählen haben und nicht auf dumme Gedanken kommen.
Als Bsp hat er ja die Vertragsverlängerungen vor Weihnachten gebracht. Nicht alle auf einmal in ner kurzen Presseerklärung abbacken, sondern nach und nach über die Winterpause verteilen.

Wenn ich meinem Hund eine Wochenration Futter gebe, frisst er die sofort auf und weiß nicht, was er den Rest der Woche fressen soll.
Dann wird er anfangen, meine Bude und mein Essen anzuknabbern.
Deswegen teile ich es schön ein und beide sind zufrieden. Wink
Hier könnt so´n komischer Spruch stehen...
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 Es bedanken sich: Beobachter , DerKölner

#8
Natürlich kann ich bestimmte Sachen nicht vorwegnehmen.
Proaktiv heißt für mich: Ich "rieche" bestimmte Konfliktpotentiale und steuere so früh als möglich dagegen. Fall Vidal: Ich weiß nicht, ob es bei ihm ein Problem gab oder nicht. Glauben wir mal ihm und dem Verein. Dann kann man nicht verhindern, dass irgendein Schreiberling sich so eine Geschichte ausdenkt. Vidal ist aber skandalmäßig kein unbeschriebenes Blatt. Da muss man mit dem Spieler von Anfang eine ganz andere Strategie fahren als etwa mit Badstuber, Bernat oder Martinez - bei denen wäre eine solche aus der Luft gegriffene Geschichte völlig unglaubwürdig. Vidal müsst bspw. Interviews geben oder man müsst mit ihm (positive) Nachrichten produzieren (Vidal macht dies oder jenes), jedenfalls so, dass die Schreiberlinge eine Beziehung zu ihm haben (dann ist das Geschichteausdenken zwar nicht ausgeschlossen, fällt den meisten aber viel schwerer) und dass das Vidal Imagemäßig gesteuert wird.

Proaktiv heißt für mich auch, verlässlich zu sein. Wenn es eine Verletzung feststeht, gibt es eine Meldung. Da gibt es kein rumgeeiere. Sobald die Ausfallzeit feststeht: Meldung. Wenn es um die Verlängerung des Vertrages X geht, gibt es eine "Geschichte" dazu und nicht nur "wir unterhalten uns irgendwann und nun Ruhe". Das lief bei Pep sehr unglücklich. Klar, das braucht Zeit und man wird nicht allem vorbeugen können, aber die Medien, die Fans usw. müssen den Eindruck haben: Wenn etwas ist, dann wird es so gut es geht kommuniziert und es wird auch etwas gesagt (ein bisschen Fleisch an den Knochen) und nicht nur Phrasen, Halb- oder Unwahrheiten verbreitet. Klar gibt es Grenzen, aber wir sind nun mal nicht der TSV Rosenheim (soll nix negatives sein Wink ) und da muss man sich die Freiräume eben schaffen.

Proaktiv heißt auch, Infos dosiert rauszugeben und vielleicht auch ein bisschen zu "eventisieren" - siehe die erwähnten Vertragsverlängerungen. Das ist zwar auch nicht so meins, aber es beschäftigt die Meute.

Ich weiß, dass das nicht so einfach ist und perfekt wird es selten laufen, aber besser als bei uns oft (nicht: immer) geht es allemal.
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#9
Wo ist eigentlich Brasil? Habe schon längst mit sowas wie: "Guardiola ist nicht mehr tragbar, deshalb besäuft sich Vidal und gibt betrunken dem Kicker ein Maulwurf-Interview, weil er unter Depressionen leidet" gerechnet
Denke nie gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken.
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#10
Habe mich auch schon gewundert Rolleyes
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