Im zweiten Teil unserer Rubrik „Kuriositäten des FC Bayern München“ erinnern wir uns an eine Szene aus der Saison 1994, die sich am 23. Spieltag abspielte.
Beim Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg gelang es dem ehemaligen Abwehrspieler, Thomas Helmer, ein Tor erzielen, obwohl der Ball die Torlinie nicht überquerte. Wie das möglich war? In der 26. Minute war ein Chaos im Nürnberger Strafraum ausgebrochen und irgendwie kam Thomas Helmer an den Ball und bugsierte diesen links am linken Pfosten über die Torlinie vorbei.
Der Linienrichter war zu diesem Zeitpunkt nicht ganz auf der Höhe und hat zur Verwunderung sämtlicher Teilnehmer ein Tor erkannt und dieses auch dem Schiedsrichter signalisiert. Der damalige Schiedsrichter verließ sich auf das Urteil seines Linienrichters und entschied auf Tor für den FC Bayern München.
Was den Linienrichter dazu geritten hat, diese krasse Fehlentscheidung zu treffen, ist bis heute nicht bekannt. Ob es die Tomaten auf den Augen waren oder Sehstörungen aufgrund einer falschen Perspektive – Fakt ist: so blind kann man nicht sein!
Der FC Bayern München gewann dann letztlich mit 2:1, aber am „grünen Tisch“ wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt, welches dann der FC Bayern München mit 5:0 für sich entscheiden konnte.
Des Weiteren kurios an dieser Geschichte: Der ehemalige FC Bayern Spieler, Manni Schwabl, hatte kurz vor Schluss im ersten Spiel die Möglichkeit, per Elfmeter das 2:2 zu erzielen. Bei einem Remis hätte es seitens des 1.FC Nürnberg vermutlich keinen Protest gegeben. Berücksichtigt man diesen Punktgewinn, dann wäre der 1.FC Nürnberg in dieser Saison nicht abgestiegen und der FC Bayern München wäre nicht Deutscher Meister geworden.
Da soll noch jemand sagen, dass Fehlentscheidungen des Schiedsrichters sich im Laufe der Saison relativeren.